Bild: Privat
Der Lobpreis am 05. April war verbunden mit einem Abend der Barmherzigkeit. Nach feierlicher Einstimmung mit Lobpreisliedern stand die Bibelstelle Philipper 3,8−14 im Mittelpunkt. „So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen“. Den Impuls dazu gab Erika Kraus von der Charismatischen Erneuerung der Katholischen Kirche im Bistum Passau. Erika Kraus ist auch im Team der Lobpreiskirche. Hier können Sie den Impuls nachlesen:
IMPULS von Erika Kraus:
Ich weiß nicht, wie der Blick von jedem von Euch auf die Kirche, Politik und unsere Gesellschaft gerade so ist. Und dann diese Lesung von Paulus die wir gerade gehört haben. Er schreibt an die Philipper d.h. möchte uns alle die wir heute hier sind etwas sagen. Auf den Punkt gebracht möchte er uns sagen: Alle Glaubensgesetze und Vorschriften die uns im Glauben an den Auferstandenen nicht weiterbringen, alles was uns knebelt anstelle uns frei zu amchen ist Unrat.
Ich finde über manches was uns tagtäglich beschäftigt kann man sich durchaus Sorgen machen……
Oder man kann was verändern!
Dazu möchte ich Euch heute Abend einladen: Wir glauben an einen Gott der so frei war, dass er unser irdische Leben mit uns geteilt hat, damit auch wir so frei werden ein wahrhaft menschliches Leben zu führen.
Alle großen Veränderungen beginnen mit einer handvoll Verrückten, die anfangen zu träumen. Ein ganzer Freundeskreis von solchen „Verrückten“ ist in den letzten Jahren hier in der Lobpreiskirche entstanden. Ich könnte jetzt ganz viel erzählen was wir schon alles erlebt haben.
Stellt Euch vor WIR ALLE WIE WIR HIER SIND, ERKENNEN noch MEHR ERLEBEN HEUTE, was wir gerade aus dem Brief von Paulus gehört haben:
Nicht meine eigene Gerechtigkeit suche ich, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit die Gott aufgrund des Glaubens schenkt, Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinem Leiden, sein Tod soll mich prägen! So hoffe ich auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen.
Davon träume ich, dass wir wie Paulus sagen können alles andere, welches mir diese Wahrheit verstellen möchte oder vergraben lässt, erachte ich für Unrat. Eingangs habe ich gesagt für große Veränderungen braucht es ein paar Verrückte. Echt jetzt, das meine ich auch so!
Einige von Euch erinnern sich sicher an den Vortrag vom letzten Lobpreisabend. Ich habe das Bild nochmal mitgebracht und möchte es heute fortsetzen. Durch die Gemeinschaft mit Jesus am Kreuz, halten uns die durchbohrten Hände Jesu, so wie Jesus vom Vater gehalten wurde. Einer der besten Denker unserer Zeit, Gott Vater, befähigt uns an der Hand Jesu die Stellschrauben in unserem Leben, in unserer Gesellschaft neu zu justieren.
Paulus schreibt: ich strebe danach zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen bin.
Davon träume ich: das wir mehr und mehr das Ziel vor Augen haben und jeder von uns seine eigene ganz persönliche Berufung erkennen darf. Keine selbsteingeredete oder selbstgebastelte, sondern eine vom heiligen Geist begleitete Berufung die unser Herz froh macht, auch wenn wir mit schwierigen Umständen im Leben konfrontiert sind.
Was brauchen wir als Repräsentanten des Königs mit der Dornenkrone:
• Eine Sehnsucht nach der Schönheit und den Glanz des Auferstandenen.
• Einen festen Glauben an den spürbaren Frieden den uns nur Gott schenken kann damit sich unsere Seele mit unbeschreiblicher Freude und Frohsinn füllen kann.
Heute Abend sind wir eingeladen in die Barmherzigkeit Gottes, einzutauchen uns ansprechen zu lassen, das Sakrament der Buße zu empfangen oder wer das nicht möchte: für sich beten, ein Segensgebet zu empfangen oder still vor dem auferstandenen, lebendigen Gott zu verweilen.
Es ist ein großes Geschenk gleich in die Anwesenheit Gottes vor dem Allerheiligsten einzutauchen. Wen Dich dieser Gedanke nicht anspricht, lass uns vereint in der Einheit des dreifaltigen Gottes gemeinsam da sein.
Lasst uns gemeinsam reflektieren:
• Weshalb bin ich hier?
• Was hindert mich immer wieder, dass mir die Freude und der Frohsinn, abhanden kommt?
• Weshalb ist mein Alltag von all den guten Gedanken und Erlebnissen oft so weit entfernt?
• Was kann ich loslassen? Was darf ich annehmen auch wenn es mir schwerfällt oder unmöglich erscheint?
• Was wen Eifersucht, Zwietracht, Streit mich plagen?
• Wer braucht gerade mein Verständnis, mein Zuhören, meine Bereitschaft zum Verzeihen?
Wir wollen nicht mit letzter Kraft in den Himmel kommen, sondern jetzt schon als Repräsentanten des Königs, festen Glaubens und festen Schrittes ausgestattet mit dem heiligen Geist durchs Leben gehen. Pater Emmanuel wartet hinten in der Kapelle um das Sakrament der Versöhnung zu spenden, die beiden Gebetsteams im rückwärtigen Teil der Kirche beten mit Euch in Euren Anliegen oder um Segen in der Kraft des Heiligen Geistes. Bitte nützt dieses Angebot heute in einer Vielzahl habt keine Scheu. Denkt daran wir gehen dem Fest des Leidens und der Auferstehung in großen Schritten entgegen.
Habt Mut, scheut keine Konflikte auch die mit uns selber nicht, seine Gnade und Barmherzigkeit ist es wert.
Es ist ein großes Privileg das Fest des der Barmherzigkeit Gottes heute Abend hier feiern zu dürfen.
Text: Erika Kraus ( Charismatische Erneuerung der Katholischen Kirche im Bistum Passau)


